Les places

Place du 8 Mai

Dieser Platz, der sich am Fuß der Treppe zur majestätischen Kapelle der Pénitents Bleus befindet, erweckt die Erinnerung an die großen Versammlungen und Zeremonien die hier früher stattfanden. Die Ränge des Amphitheaters die diesen Platz umgeben wurden 1853 erbaut.

Heutzutage ist die Kapelle ein Kunstausstellungsort und der Platz davor dient als Lokalität für Festivitäten, wie zum Beispiel das Fest des Heiligen Jean sowie auch die dort stattfindenden Bälle, was der Grund dafür ist weshalb man auch oft von dem „Platz des großen Balls“ spricht. Gänzlich renoviert ist der Platz nun auch mit einer Wasserfontäne ausgestattet.

Place Pierre Gautier auch Place du Théâtre genannt

Dieser Platz trägt den Namen des 1642 in La Ciotat geborenen Musikers Pierre Gautier, welcher der Gründer der Musikschule in Marseille war. Umgangssprachlich wird dieser Platz auch Place du Théâtre genannt, weil sich das Theater ebenfalls hier befand. Das Gebäude wurde zur Mediathek und erhält dadurch seine kulturelle Komponente.

Place de la Liberté

Dieser Platz wurde 1796 kreiert und wird so genannt wegen einer Legende welche besagt, dass der 1789 dort gepflanzte Zürgelbaum der „Baum der Freiheit von 1789“ sein soll. Der Platz wurde vom Architekten Gouirand um das Denkmal für Menschen- und Bürgerrechte konstruiert, welches dort zum zweihundertsten Jahrestag der Revolution errichtet wurde.

Place Guibert

Der Name des Platzes ist jener eines alten Bürgermeisters und Wohltäters der Stadt (1829-1897). Das Hauptaugenmerk des Platzes gilt der Kapelle Minimes welche in der Zeit zwischen 1745 und der Revolution als eine Schule der Bruderschaft Minimes geführt wurde.

Place Esquiros

Dieser Name stammt von Henri Adolphe Esquiros, der Autor und Politiker von La Ciotat war (1814-1876). Der Platz ist auf der rechten Seite, die zur rue Gueymard führt, durch die Fassade der Kapelle abgegrenzt, die 1630 von dem Orden der Pénitents Noirs errichtet wurde.
Auf der linken Seite befindet sich eine zweite Kapelle der Pénitents Noir die noch ihre schöne Pforte aus geschnitztem Nussholz besitzt. Der Platz ist dreieckig. Früher befand sich die Kapelle St. Joseph vis à vis der Unterkunft „Auberge du Lion d’Or“: diese beiden Gebäude umrahmten früher das Tor nach Cassis das sich in der Festungsmauer öffnete und den Ausgang der Stadt Richtung Cassis freigab.

Place Evariste Gras

Evariste Gras war Bürgermeister von La Ciotat von 1846 bis 1928.
Inmitten des Platzes befindet sich die metallene Konstruktion des alten offenen Markts, das Werk des Marseiller Baumeisters Delestrade. Der Markt wurde im Jänner 1892 eröffnet. Er trat in Funktion trotz der lauten Proteste der Gemüsehändler und Jahrmarktsbesitzer, welche den Verlust des alten „Place aux Fruits“, der heutige Platz Sadi Carnot, für den Markt bedauerten. Einige Jahrzehnte darauf erwies sich der Platz als zu groß, weshalb der südöstliche Teil vermietet wurde um dort das Kino „Le Kursaal“ zu errichten. Etwas später wurde dies neu gestaltet um dem Kinokomplex „Le Lumière“ mit drei Sälen Platz zu machen. Gleichzeitig wurde der nord-östliche Teil des alten Markts zu einer Bibliothek.

Square Jean Bouissou

Dieser Platz wurde 1932 im Anschluss an den Abriss des dortigen Häuserblocks kreiert. Zuerst wurde er nach dem Friedensverfechter Aristide Briand genannt. Erst später wurde er nach Jean Bouissou umbenannt, um damit den karitativen Mediziner und Bürgermeister von La Ciotat (Ɨ 1934) zu ehren, als ein Denkmal in seinem Namen dort errichtet wurde.

Place Emile Zola

Dieser Platz trägt den Namen des berühmten französischen Autors Emile Zola (1840-1902). Zwischen 1875 und 1870 wurde der baufällige Häuserblock der alten „Maison Commune“ abgerissen und ermöglichte es diesen Platz zu errichten der den Blick auf den Kai des alten Hafens freigibt. Auf diesem Platz kann man die Fassade der Kirche und das Kreuz sehen, das an das „Croix de Mission“ erinnert, welches seinerseits 1821 errichtet wurde.

Place Sadi Carnot

Der Platz wurde am 15 April 1903 so getauft um das Andenken des französischen Präsidenten Sadi Carnot zu ehren, der 1894 in Lyon ermordet wurde. Er kam am 18. April 1890 nach La Ciotat um das Schiff „Polynésien“ in See stechen zu sehen. Dieser Platz war zur Zeit der Römer Teil eines alten Friedhofs. Später wurde er zwei Jahre lang als Obst- und Gemüsemarkt genutzt, wurde dann zum „Place de la Liberté“ nach der Revolution und danach zum Fischhandelsplatz. Die Halle für den Fischverkauf, die sich auf dem Platz in dieser Zeit befand, wurde 1947 abgerissen und von einem kleinen Garten mit einem schönen Brunnen ersetzt. Außerdem wurden Bänke für Fußgänger um die hundert Jahre alte Magnolie errichtet.