Les inventions

La Ciotat, die Geburtsstätte des Kinos

Definition von Kino lt. dem Larousse Wörterbuch: Prozedere dass es erlaubt Illusionen von Bewegung durch Projektion von Bildern zu vermitteln; Bilder werden schnell hintereinander abgespielt, wobei das Auge eine kontinuierliche Filmabfolge wahrnimmt.

Das Kino Eden:
Boulevard Clemenceau
Das „l’Eden Theâtre“, das am 16. Juni 1889 eingeweiht wurde, ist zweifelsfrei eines der ältesten Kinos der Welt. Es wurde erbaut für Theatervorführungen, Varietés, Konzerte, aber auch für Box- und Wrestlingskämpfe, berühmt wurde es aber durch die Brüder Lumière. Tatsächlich ist es so, dass das Eden heutzutage vergessen wäre, hätte nicht genau da im September 1895 die erste private Kinovorstellung stattgefunden.

1894, ein Jahr zuvor, erfanden die Brüder Louis und Auguste LUMIERE ihren Apparat, der gleichzeitig Kamera und Projektor war und somit Bewegungen auf einer Leinwand wiedergeben konnte. Selbst wenn das Eden sich heute nicht mit dieser ersten Kinovorstellung rühmen könnte, so wäre es immer noch das älteste heute noch existierende Kino und ist somit ein Kulturerbe der Kunstform Film.

Das Eden wurde im April 1992 von der Stadt gekauft und erlangte am 12 Februar 1996 den Denkmalschutz. Die Wiedereröffnung fand im Oktober 2013 nach vollständiger Renovierung statt.

Residenz Le Château du Clos des Plages
Allée Lumière
Im Jahre 1891, als Antoine Lumière nach La Ciotat kam, kaufte er 90 Hektar Grundstück in Strandnähe, worauf er im Jahre 1893 eine Residenz namens „Château du Clos des Plages“ errichtete. Es muss betont werden, dass die Fassade bis heute nicht verändert wurde.

Auf der Straße Emile Ripert, welches die Rückseite des Gebäudes zeigt, sieht man an der Pforte das Familienwappen Lumière. Heutzutage wird die Residenz geläufig als „Château Lumière“ bezeichnet. Das Schloss hat 40 Zimmer und drei Malateliers, ein Ort an dem man ganzen Tag arbeiten kann und die Sonne immer im günstigen Winkel hat.

Die Familie traf sich oft in La Ciotat, und unter ihnen auch die zwei Brüder Lumiere. Nach einigen Filmvorführungen in Paris strahlten die beiden vier Filme in einer großen Privatvorstellung in La Ciotat aus: „Baignade sur la Plage“, „Le Goûter de Bébé“, „l’Arroseur Arrosé“ und natürlich vor allem „l’Arrivée d’un Train en Gare de La Ciotat“. Somit ist La Ciotat nach Lyon die zweite Heimat der Lumières.

1930 wurde das Schloss Lumiere in ein Hotel umgewandelt; in den 50er Jahren wurde es zu einem Appartementkomplex umfunktioniert. Damit ist das Schloss Lumiere auch ein Zeuge der Zeit als sich La Ciotat zu einem Badeort mit großer Nachfrage wandelte.

Das Lumiere Denkmal
Boulevard Beaurivage
Dieses als Triumpfbogen erbaute Denkmal am Rand des Strandes erinnert an die beiden Erfinder des Kinos: Louis und Auguste Lumière.

SNCF Bahnhof
Avenue de la Gare
Eine Gedenktafel am Bahnhof erinnert an den ersten Film, welcher 1895 hier in La Ciotat gedreht wurde: „L’Entrée du Train en Gare de La Ciotat“ (Ankunft des Zuges am Bahnhof von La Ciotat).

Die Geburtsstätte des Petanque-Spiels

Die Definition von Petanque im Larousse Wörterbuch: Eine Art des Boule-Spiels, dass im Süden Frankreichs entstanden ist.

Es war das Jahr 1910 als das Petanque-Spiel erfunden wurde.
Die besten Spieler des provenzalischen Spiels in der Region treffen sich zu diesem Spiel.

Zuschauern war es für 0,05 Franken erlaubt Sitzplätze einzunehmen. Allerdings gerieten sie oft in den Weg der Kugeln, da sie sich nicht schnell genug erheben konnten, weshalb die Spieler sich dafür einsetzten, dass diese Tradition abgeschafft wird.

Jules Le Noir, ein Händler in La Ciotat der von Rheumatismus geplagt war, ließ sich einen Stuhl zum Spielen mit der Bedingung autorisieren, dass er sich nicht außerhalb des gezeichneten Kreise bewegt. Eines Tages wollte Monsieur Pitiot ihm eine Freude machen und schlug ihm daher vor eine Partie mit den Füßen fest am Boden verankert („les pieds tanqués“ – pétanque) zu spielen. Das Petanque-Spiel war geboren.

Verein der Geburtsstätte des Petanque-Spiels „Jules Le Noir“
Traverse de la Pétanque
Der Verein „Jules Le Noir“ hat den Kult des Petanque-Spiels auf dem selbigen Terrain wo es geboren wurde aufrechterhalten. Er veranstaltet Tourniere auf den Platanen und gestaltet somit eine Atmosphäre wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Der Platz wurde gerade mit botanischen Elementen neu gestaltet und bereitet den Besuchern jetzt die Möglichkeit die Natur um sich herum zu genießen.